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Es tut sich was im Dorfe Macken

 
Bereits mehrfach haben wir über den geplanten Bau von Windkraftanlagen in der Gemeinde Macken berichtet – und über die damit verbundenen Kontroversen.
 
Im Jahr 2015 hat sich die Interessensgemeinschaft Natur und Landschaft gegründet, um den geplanten Bau zu verhindern.
Am vergangenen Freitag den 06.11.2015 fand die zweite öffentliche Informationsveranstaltung  der kritischen Begleiter der Windkraft in Macken statt. Auf dem Programm standen die Vorträge von Sylke Müller-­Althauser, der Vorsitzenden der Bürgerinitiative 
„Windkraftfreier Soonwald“,  von Ralf Scherer, Diplom-Bankfachwirt und Immobilienmakler und von Monika Gilbert, Bürgerin aus Heyweiler, deren Leben nach eigener Aussage massiv von den dort errichteten Anlagen beeinträchtig wird.
 
Zunächst gab Sylke Müller‐Althäuser vor rund 60 Gästen einen Einblick in ihre Arbeit in der Bürgerinitiative und schilderte glaubhaft persönliche Erfahrungen mit der Veränderung des Hunsrücks durch die Windkraft. Sie hob besonders die Verantwortung der Gemeinden für alle Bürger hervor, denn in vielen Gemeinden führt das Thema zu Spaltungen. Neben der besonnenen Kritikerin gegen Windkraftanlagen zeigte Ralf Scherer einen ambitionierten Vortrag über den Wertverlust von Immobilien, die im Umfeld von Windkraftanlagen stehen. Besonders dieses Thema  führte zu lebhaften Diskussionen im Saal.
Sein Fazit: „Warum soll man sich etwas kaufen, wo es nicht mehr schön ist“.
 
Bleibenden Eindruck bei vielen der Anwesenden dürften jedoch die emotionalen Worte der Bürgerin aus Heyweiler hinterlassen haben. Mit Tränen in den Augen berichtete sie, wie die Windkraftanlagen in der Umgebung  ihr den Schlaf rauben und einen fatalen Einfluss auf ihr Leben und das ihrer Familie haben.
 
Stefanie Schmitz von der IG Natur und Landschaft zieht ein positives Resümee:  „Ich freue mich, dass heute so viele Bürger gekommen sind und vor allem, dass wir auch ein paar Befürworter der Anlagen motivieren konnten, sich die negativen Folgen anzuhören.“
  
Tatsächlich gingen auch nach den Vorträgen die Diskussionen  zwischen den Befürwortern und Gegnern der Anlagen weiter.
Man darf gespannt sein, wie sich die Stimmung entwickelt und wohin der begonnene Dialog führt.