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Windkraftanlagen Macken an der Grenze zur Gemarkung Eveshausen

Wirkung von Schall und Schatten!

von Pia Euteneuer
 
Am 04.05.15 veranstaltete die Gemeinde Macken zusammen mit dem Windkraftunternehmen Enercon einen Infoabend für die Bürger/innen. Ein Großteil der Bürger/innen der Nachbargemeinde Eveshausen war anwesend und empört über das Vorhaben der Gemeinde Macken.
 
Wir wurden informiert, dass die neuesten und größten Windanlagen (5 Stück) der Firma ab 700 m von der Gemeindegrenze von einigen Mackener und Eveshausener Bürger/innen errichtet werden sollen. Die Höhe der Türme beträgt 136 m, die der Rotorblätter maximal 206 m. Zum Vergleich: die maximale Höhe der Winninger Autobahnbrücke über Grund beträgt 136 m!
 
Die Dezibelzahl der Durchschnittslautstärke wird mit 45 Hz angegeben. Laut Aussage der Firma Enercon entspricht dies der Lautstärke eines leisen Radios. Ich frage hier mal vorsichtig, wer von den über 40-jährigen Mitbürger/innen 24 Stunden am Tag freiwillig Radio hört und sich dabei wohl und gesund fühlt? Die Beschallung mit einem „leisen“ Radio über 24 Stunden und das für die nächsten 30 Jahre, ist für mich aus gesundheitlichen Gründen untragbar.
 
In den letzen Jahrzehnten ist die Zahl der Bürger, die mit Geräuschempfindlichkeiten zu tun hat, drastisch gestiegen. Tinnitus ist ein von vielen Menschen als sehr quälend erlebtes Phänomen. Die Statistik besagt, dass jeder siebte Deutsche darunter leidet. Lärmschäden werden als eine der Ursachen anerkannt.
 
Zum hörbaren Schall kommen noch die Infraschallwellen, die im Hertzfrequenzbereich unterhalb von 20 Hertz liegen und von denen neueste Untersuchungen eine deutliche Gefahr für die Gesundheit von Tier und Mensch erkennen.
 
Hier Auszüge eines Artikels der Vereinigung „Ärzte für Immissionsschutz“ Aefis, www.aefis.de:
 
Tieffrequenter Schall und Infraschall:
 
Die Wahrnehmung und Wirkung tieffrequenter Geräusche unterscheiden sich erheblich von der Wahrnehmung und Wirkung mittel- und hochfrequenter Geräusche. Im Bereich zwischen 60 und 16 Hz (tieffrequenter Schall) nimmt bei noch vorhandenem Höreindruck die Tonhöhenempfindung ab, die unter 16 Hz (Infraschall) völlig verschwindet. Bei entsprechendem Schalldruckpegel wird Infraschall als Pulsation oder Vibration vom Körper aufgenommen. Die höchste Empfindlichkeit des Hörorgans liegt bei 3.000 – 4.000 Hz, Geräusche mit 10 Hz können auch bei hohen Pegeln von 100 dB nicht mehr „gehört“ werden.
Forschungen von Salt haben 2012 gezeigt, dass die äußeren Haarzellen des Innenohres durch tieffrequenten Schall mit Schalldruckpegeln unterhalb der bis dahin beschriebenen Wahrnehmungsschwelle erregt werden und Informationen an das Gehirn weiterleiten. Bei einer Frequenz von 10 Hz genügt dafür ein Schalldruck von 60 dB.
 
Folgen sind Schlafstörungen, Panik, Blutdruckanstieg, Konzentrationsstörungen, Unwohlsein, Stress, Schwindel, Unsicherheit Übelkeit, Tinnitus....
 
In einem Bericht von Spiegel TV vom 7.6. 2015 wurde von der Schädlichkeit von Infraschallwellen berichtet.
Dr. Bernhard Voigt berichtet hier, dass die gerade laufende Studie an der Universität Krefeld bisher davon ausgeht, dass
20 % der Bürger erheblich darunter leiden. Er berichtet von Schlafstörungen, Konzentrationsproblemen und Herz-Kreislauferkrankungen.
 
 
Schattenschlag
 
Das Institut für Psychologie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel führte im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi), dieses vertreten durch den Projektträger Biologie, Energie, Umwelt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und des BMWi (BEO) und im Auftrag des Staatlichen Umweltamtes Schleswig eine Laborpilotstudie durch, in der die Belästigung durch periodischen Schattenwurf experimentell geprüft wurde.
Im Mittelpunkt der Untersuchung stand die Frage, ob periodischer Schattenwurf als alleinige Einflussgröße bei einer Dauer von mehr als 30 min und einmaliger Darbietung zu Stresseffekten führt.
Ergebnis:
„Die Stressoren, die durch den Schattenschlag als visuelle Umweltbelastung aktiviert werden, führen bei Kurzzeitexposition zu ähnlichen bis gleichen Erstsymptomen, wie die auditive Belastung durch Schall.“
http://www.windwahn.de/index.php/wissen/hintergrundwissen/1071-die-mausfeld-studie-zum-periodischen-schattenschlag-von-2000